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Nachhaltigkeit | Über uns

Unser Beitrag zum Klimaschutz

  • 10. November 2023 | Lisa Knoll
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Seit Jahresbeginn 2022 ist Theresa Richter als Klimaschutzbeauftragte bei der GSG OLDENBURG tätig. Im Interview berichtet sie von Maßnahmen, die bereits umgesetzt wurden, und gibt Einblick in die künftigen Pläne zum Klimaschutz.

Frau Richter, welche Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen plant die GSG OLDENBURG in ihren Gebäuden?

Theresa Richter:
Wir modernisieren nach und nach unseren Gebäudebestand, um die Häuser energieeffizienter zu gestalten. Das betrifft größtenteils die Dämmung und die Heiztechnik. Außerdem prüfen wir, auf welchen Dächern wir Photovoltaik-Anlagen (PV) installieren können. Hierfür haben wir eine umfangreiche Dekarbonisierungsstrategie für unseren Wohnungsbestand entwickelt – also einen Fahrplan, wie wir den CO2-Ausstoß an dieser Stelle reduzieren können. Außerdem wollen wir zeitnah die CO2-Neutralität unseres Verwaltungsgebäudes an der Straßburger Straße erreichen. Auch hier sollen in den kommenden Jahren PV-Anlagen nachgerüstet werden. Darüber hinaus informieren wir unsere Mietenden über die Möglichkeit, sogenannte „Balkonkraftwerke“ zu installieren.

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Mithilfe eines Solarmoduls auf Balkon oder Terrasse wird aus Sonnenlicht elektrischer Strom gewonnen. Ein sogenannter Wechselrichter im Gerät verwandelt ihn in „Haushaltsstrom“, der direkt in der eigenen Wohnung genutzt werden kann.

In einigen GSG-Gebäuden ist das Nachrüsten eines solchen Balkonkraftwerks möglich.

Hier informieren.

Wie weit lassen sich die Bedürfnisse und Wünsche der Mietenden in Bezug auf Umweltschutz berücksichtigen?

Richter: Wir haben stets ein offenes Ohr und sind dankbar für Anregungen, zum Beispiel was weitere Standorte für unsere Blühwiesen und Obstbäume angeht. Aber auch andere Ideen können immer gern an uns herangetragen werden. So kam zum Beispiel letztes Jahr eine Mieterin mit dem Wunsch auf uns zu, eine Regentonne für ihren Garten zu bekommen. Daraufhin haben wir einen Aufruf gestartet, wer von unseren Mietenden ebenfalls Interesse hat, und mit ihnen wie immer Hand in Hand gearbeitet: Wir haben die Tonnen bezahlt und professionell aufstellen lassen. Um die Pflege, also die regelmäßige Säuberung und den Frostschutz im Winter, kümmern sich die Mietenden eigenständig.

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Regentonnen

stehen bereits auf den Terrassen und Gärten unserer interessierten Mietenden – im Stadtgebiet und auch im Landkreis Oldenburg. 2024 sollen weitere Tonnen folgen.

Sind Elektromobilität und alternative Mobilitätskonzepte bei der GSG OLDENBURG auch ein Thema?

Richter: Ja, auf jeden Fall. Unsere Fahrzeugflotte wird nach und nach auf E-Autos umgestellt. Für kürzere Dienstfahrten stehen unseren Mitarbeitenden an allen Büros E-Bikes zur Verfügung. Und auch den Arbeitsweg bestreiten viele Kolleg:innen bereits mit dem Fahrrad. Seitdem es die Möglichkeit des Jobrad-Leasings gibt, entscheiden sich immer mehr fürs E-Bike und lassen das Auto stehen.

Auch die Quartiere der Zukunft plant die GSG OLDENBURG bereits autoarm, richtig?

Richter: Allerdings. Ein gutes Beispiel ist das Quartier Helleheide auf dem Oldenburger Fliegerhorst. Hier werden die Wohnstraßen als Fußgängerzonen ausgewiesen. Parkplätze wird es in der nahegelegenen Quartiersgarage geben, lediglich Stellplätze für Menschen mit Behinderung sind direkt an den Häusern zu finden. Außerdem wird es die Möglichkeit geben, Stellplätze mit E-Ladesäulen anzumieten. Die geringere Stellplatzanzahl vor Ort wird durch großzügige Fahrradunterstellmöglichkeiten ergänzt. Auch hier gibt es teilweise Lademöglichkeiten, sodass E-Bikes komfortabel geladen werden können. Zusätzlich wird es wahrscheinlich ein Lastenrad zum Ausleihen geben. Aber auch eine Busanbindung ist angedacht: Direkt am Quartier wird eine neue Haltestelle entstehen, die von einem VWG-Bus angefahren wird. Für die Zukunft planen wir zusätzlich noch ein Carsharing-Angebot im Quartier.

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Seit einiger Zeit bietet die GSG OLDENBURG ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit, ein Jobrad zu leasen – auch für Theresa Richter die erste Wahl auf ihrem Arbeitsweg.

Arbeitet die GSG OLDENBURG bei Umwelt- und Klimaschutzthemen mit anderen Unternehmen zusammen?

Richter: Ja, denn so können wir von deren Know-how profitieren und selbst viel dazulernen. Zum Beispiel bei unseren Blühwiesen. Da arbeiten wir mit dem Team des NABU zusammen, das sein umfangreiches Wissen zu Biodiversität mit uns teilt. Wir unterstützen einige Initiativen und Vereine, die sich für den Klimaschutz einsetzen, und ermuntern unsere Mietenden, deren Angebote zu nutzen – zum Beispiel die Repair Cafés. Mit dem Kollegium engagieren wir uns zudem schon seit einigen Jahren bei „Oldenburg räumt auf“. Gemeinsam mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) thematisieren wir die Wichtigkeit von Mülltrennung auch regelmäßig bei unseren Mietenden. Mit dem OOWV wollen wir uns in Zukunft noch stärker dem Thema Wasser widmen.

Apropos Zukunft: Wie sieht der Fahrplan für die nächsten Jahre aus?

Richter: Wir haben noch viel vor! Die größte Aufgabe ist natürlich, unseren Wohnungsbestand klimafreundlicher zu gestalten. Hier arbeiten wir auf Hochtouren an den nötigen Modernisierungen. Außerdem wollen wir, dass auch unsere Abläufe im Büro nachhaltiger werden. Dafür steht eine Workshop-Reihe mit dem Kollegium an. Die Workshops sind bis Dezember 2023 geplant. Danach soll es regelmäßige kleinere Zusammenkünfte mit engagierten Kolleg:innen zum Thema geben.

Jede Idee zählt!

Sie haben einen Vorschlag, wie wir bei der GSG OLDENBURG noch mehr für Nachhaltigkeit und Klimaschutz tun können? Dann melden Sie sich gern per E-Mail bei unserer Klimaschutzbeauftragten Theresa Richter: theresarichter@gsg-oldenburg.de

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