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Ein Alltag zwischen zwei Haustüren
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13. August 2026 | Tamara Zimdahl
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Frankfurt, Langeoog, Hamburg, Offenbach, Brasilien, Oldenburg. Die Wege der Familie Loeck führten lange in unterschiedliche Richtungen. Heute liegt zwischen Malena und ihrem Vater Carl-Orsa nur noch eine Straße. Sie trennt zwei Wohnungen und verbindet drei Generationen.
Für unsere Homestory haben die drei uns in ihren Alltag schauen lassen. Malena lebt mit ihrer Tochter Lilli und Hund Korky auf der einen Seite, Carl-Orsa direkt gegenüber. Drei Generationen, zwei Wohnungen und ein eingespielter Alltag.
Mehrgenerationenwohnen wird häufig als gemeinschaftliches Wohnprojekt gedacht. Verschiedene Altersgruppen leben nah beieinander, nutzen zum Teil gemeinsame Räume und unterstützen sich gegenseitig. Familie Loeck lebt eine familiäre Variante dieses Gedankens. Die privaten Bereiche bleiben getrennt, das gemeinsame Element sind die täglichen Routinen.
Von Spanien nach Oldenburg. Korky kam über den Tierschutz zu Malena und hat hier sein Zuhause gefunden.

Kindheit wie auf Bullerbü
Wenn Malena von Langeoog erzählt, ist ihr noch heute anzumerken, wie gerne sie dort aufgewachsen ist. Gemeinsam mit ihrer Schwester verbrachte sie viel Zeit draußen, bewegte sich frei über die Insel und erlebte eine Kindheit, die sie selbst mit Bullerbü vergleicht. „Wir hatten da eine super Kindheit“, sagt sie. „Das war wirklich ein Träumchen.“
Die Eltern führten auf der Insel ein Geschäft. Das Leben spielte sich auf überschaubarem Raum ab. Die Wege waren kurz, Autos spielten kaum eine Rolle und für die beiden Mädchen gab es viel Freiheit. Der spätere Umzug nach Oldenburg brachte viele Veränderungen mit sich. Auf das Inselleben folgten Schule, Mehrfamilienhaus und eine neue Nachbarschaft.
Ausgeschwärmt und zurückgekehrt
Mit der Zeit verteilte sich die Familie über verschiedene Städte und zeitweise sogar Länder. „Wir sind alle ausgeschwärmt“, erzählt Malena. Inzwischen leben die Familienmitglieder wieder in und um Oldenburg. Auch ihre Schwester wohnt mit ihren beiden Töchtern in der Stadt.
„Wir sind eine Mädelsfamilie“, sagt Malena. Mit zwei Töchtern und drei Enkelinnen ist Carl-Orsa der einzige Mann in der Runde und als Großvater entsprechend gefragt.
„Die Wohnung ist es, da war ich schon schockverliebt!“
Malena Loeck
Nach vielen Jahren in Hamburg zog Carl-Orsa nach Oldenburg. Die Idee, einmal in unmittelbarer Nachbarschaft zu seiner Tochter und seiner Enkelin zu leben, nahm erst Gestalt an, als gegenüber von seiner Wohnung etwas frei wurde. Er wandte sich direkt an die GSG und stellte die Idee des „Drei-Generationen-Miteinanders“ vor. Damit lief er offene Türen ein, denn solche Wohnkonzepte passen zu hundert Prozent ins Programm der GSG. Hinzu kam, dass Malena auf Anhieb spürte: „Die Wohnung ist es, da war ich schon schockverliebt!“
Die ruhige Lage, das viele Grün und die Nähe zur Kita passten zu ihrem Leben. Hinzu kam die Aussicht, den Vater im direkten Umfeld zu haben. Auf Carl-Orsas Balkon hängt ein Rettungsring. Für Malena erfüllt er seine volle Bedeutung. Denn ihr Vater ist im Alltag eine wertvolle Stütze für sie und ihre Tochter.
Mit dem Einzug schließt sich ein Kreis. Schon der erste Oldenburger Lebensabschnitt der Familie begann in einer Wohnung der GSG OLDENBURG. Jahrzehnte später hat Malena hier mit ihrer eigenen Tochter wieder ein Zuhause gefunden. „Das hat sich alles so gefügt“, sagt sie. „Das war richtig magisch für mich damals.“



Familienleben auf zwei Häuser verteilt
Inzwischen haben die drei Generationen ihren eigenen Rhythmus gefunden. Morgens geht Malenas Vater mit Korky spazieren, während sie Lilli zur Kita bringt. „Wir haben inzwischen so einen Alltag gebaut“, sagt Malena. Sie nennt es „Familienleben auf zwei Häuser verteilt“. Jeder hat seine eigene Wohnung und seinen eigenen Rückzugsort. „Gleichzeitig sind es nur wenige Schritte, wenn jemand Hilfe braucht oder kurz vorbeikommen möchte,“ betont Carl-Orsa.
Während unseres Gesprächs spielt und malt Lilli. Die liebevoll eingerichtete Wohnung wirkt wie eine kleine Welt, die Malena und ihre Tochter sich gemeinsam geschaffen haben. Auch das Viertel passt gut zum Leben der Familie. Die Kita liegt fast vor der Tür, Spielplatz und Einkaufsmöglichkeiten sind schnell erreichbar. Hinter dem Gebäude bilden große Bäume im Sommer eine grüne Wand. Es ist zwar nicht Langeoog, aber ein wenig von dem Gefühl kurzer Wege, großer Freiheit und vertrauter Menschen findet Malena hier dennoch wieder.
„Wir sind total froh, hier gelandet zu sein“, sagt die Drei-Generationen-Familie. Nach all den verschiedenen Orten, an denen die Familienmitglieder gelebt haben, ist ihr Weg zueinander heute denkbar kurz.
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