Gesichter der GSG OLDENBURG
Gesichter der GSG OLDENBURG
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14. August 2025 | Tamara Zimdahl
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Wenn etwas kaputtgeht, merken es Mieter:innen meist sofort. Ein tropfender Wasserhahn, eine lose Fliese, eine Wäschespinne, die nicht mehr steht. Und oft ist er dann der Erste vor Ort: Helmut Bruhn. Seit 38 ½ Jahren ist er für die GSG OLDENBURG im Einsatz. Als Allrounder mit ruhiger Hand und viel Erfahrung kümmert er sich um Reparaturen, Ausbesserungen und Kleinarbeiten – drinnen wie draußen, quer durch das ganze Stadtgebiet.
Sein Arbeitstag beginnt früh. Wir durften Helmut einen Vormittag lang auf seiner Tour begleiten und erleben, wie vielfältig seine Aufgaben sind. Der erste Einsatz an diesem Vormittag führt zu einem Fallrohr. Die Reinigungsöffnung klafft offen, dort, wo eigentlich eine Klappe sitzt. Helmut Bruhn bringt das neue Element an, das er zuvor bestellt hatte. „Viele denken, ich hab alles im Wagen. Aber manches muss ich einfach erst besorgen.“



Solche Arbeiten wirken auf den ersten Blick unscheinbar, sind aber wichtig: damit kein Wasser austritt, kein Laub sich staut und keine Folgeschäden entstehen. Dass das ein paar Tage dauert, liegt nicht an der fehlenden Bereitschaft, sondern schlicht an Lieferzeiten. Helmut bleibt gelassen, erklärt – und macht dann, was zu machen ist.
Wer Helmut einen Tag lang begleitet, merkt schnell, wie abwechslungsreich sein Alltag ist. Mal versiegelt er Duschwannen oder Böden, mal wechselt er Fliesen aus oder bessert Putzschäden an Wänden aus. Draußen erneuert er Kokosmatten an Hauseingängen, richtet lose Gehwegplatten oder tauscht rostige Tritte aus. Auch Lüftungsgitter, WC-Sitze oder Spiegel im Bad gehören zu seinen Einsätzen. Jeder Tag bringt andere Aufgaben – und oft auch neue Orte.
Helmut Bruhn ist seit fast vierzig Jahren mit Herz und Hand für unsere Mietenden da.

Weiter geht es auf einen Innenhof. Hier soll eine neue Wäschespinne aufgestellt werden. Doch bevor das klappt, muss erst der alte Betonsockel weg – ein kantiger Block, der inzwischen zur Stolperfalle geworden ist. Mit Hammer und Meißel entfernt Helmut das Fundament Stück für Stück. Anschließend richtet er die neue Spinne aus, prüft den Stand und korrigiert noch einmal. Schließlich steht sie sicher und gerade.
Die dritte Station an diesem Tag ist ein Badezimmer. Eine einzelne Wandfliese ist beschädigt. Helmut löst die alte sauber heraus, schneidet die neue Fliese passgenau zu und setzt sie ein. Dann schiebt er seine Werkzeuge zurück in den Wagen. Für ihn geht es weiter, der nächste Auftrag wartet schon.
"Die Leute sind verärgert, klar. Aber wenn sie merken, dass jemand da ist und sich kümmert, wird’s meistens entspannter."
Helmut Bruhn

Er mag das – die Abwechslung, das Unterwegssein, den Kontakt zu den Menschen. Manchmal begegnet ihm auch Frust. Dann wird geschimpft, weil etwas nicht sofort funktioniert hat oder noch nicht repariert ist. Doch Helmut bleibt gelassen
„Die Leute sind verärgert, klar. Aber wenn sie merken, dass jemand da ist und sich kümmert, wird’s meistens entspannter.“ Viele kleine Handgriffe sorgen dafür, dass am Ende wieder alles in Ordnung ist. Dann gibt es von den Mieter:innen ein freundliches Dankeschön an der Tür. Manchmal bleibt sogar Zeit für einen Kaffee in der Küche.
Bei Helmut Bruhn sprechen die Handgriffe für sich. Wenn man ihm bei der Arbeit zuschaut, wird deutlich: Er macht einfach. Und das mit einer Gelassenheit, die ansteckend wirkt. Ruhig, zuverlässig, freundlich – einer, auf den man sich verlassen kann.
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