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Fliegerhorst
Erstes Nachbarschaftsfest in Helleheide
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26. August 2025 | Tamara Zimdahl
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Eine neue Quartiergemeinschaft lebt von Begegnungen – und die gab es in Helleheide jetzt zum ersten Mal in großer Runde. Beim Sommerfest im Innenhof kamen die Bewohner:innen und die Projektpartner:innen des Energetischen Nachbarschaftsquartiers (ENaQ) zusammen, um den Auftakt zu feiern.
Zwei Monate nach dem Bezug der Mietwohnungen war das Fest die erste große Gelegenheit, in größerer Runde zusammenzukommen. Für das leibliche Wohl war mit Kaffee und kleinen Snacks gesorgt. Die musikalische Begleitung übernahm das Duo Genres Divers, das mit einem Dudelsack-Solo einen besonderen Moment schuf. Selbst der kurze Regenschauer zu Beginn konnte die Stimmung nicht trüben.





Danach stand vor allem der Austausch im Mittelpunkt. Mit dabei waren auch die Projektpartner:innen des ENaQ, – darunter die Oldenburger Energiegenossenschaft Olegeno, die Universität Oldenburg, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das OFFIS Institut für Informatik und das Unternehmen Electric Special. Sie alle haben an der Planung und Umsetzung dieses besonderen Quartiers mitgewirkt. Das Sommerfest nutzten die Beteiligten als Gelegenheit, Fragen zu beantworten, Anregungen aufzunehmen und direkt mit den Bewohner:innen ins Gespräch zu kommen. Zentrale Fragen waren: Wie entwickelt sich das Quartier weiter? Welche Themen bewegen die Menschen im Alltag? Und wo braucht es noch Lösungen?
Stimmen aus der Nachbarschaft
Schnell wurde klar: Die Bewohner:innen gestalten ihr Umfeld von Anfang an aktiv mit. Tomke, die mit ihrer Familie in Helleheide wohnt, beschreibt, wie viel sich in kurzer Zeit entwickelt hat: „Wir haben gleich kleine Hausteams gebildet – Vierer- oder Fünfergruppen, die sich mit bestimmten Themen beschäftigen. Manche kümmern sich um die Außenanlagen, andere um die Nutzung gemeinsamer Räume oder organisatorische Fragen. So können wir Probleme direkt ansprechen und Lösungen entwickeln.“

Hanna (links) und Tomke (rechts) gehören zu den ersten Bewohner:innen im Quartier Helleheide.
Besonders begeistert ist sie vom Waschcafé, das längst mehr ist als ein funktionaler Ort: „Hier feiern wir Geburtstage, empfangen Gäste oder organisieren im Dezember ein Weihnachtscafé mit den Kindern.“ Ein Raum, der Gemeinschaft praktisch macht und Begegnungen fördert.
Ankommen in Helleheide
Auch Hanna, die aus der Ukraine nach Oldenburg gekommen ist, fühlt sich in Helleheide gut aufgenommen: „Zum Projektstart, konnte ich kaum Deutsch, ich kannte nur die Visualisierungen vom Quartier. Aber es war die richtige Entscheidung. Hier ist alles gut organisiert und die Nachbarschaft ist toll.“ Sie genießt besonders die Lage auf dem alten Fliegerhorst: „Von meiner Wohnung aus sehe ich manchmal Tiere. Und die Sonnenuntergänge sind wirklich schön.“
Dass die Gemeinschaft so schnell zusammengewachsen ist, liegt nicht nur am gleichzeitigen Einzug. Viele kannten sich bereits aus den Bürger:innenwerkstätten während der Bauphase. Dieses von der GSG initiierte partizipative Format bot die Möglichkeit, Ideen einzubringen und die Entwicklung aktiv mitzugestalten. Auch künftig sollen solche Treffen stattfinden.

Treffpunkt für die Nachbarschaft: das Waschcafé in Helleheide mit eigener Küche.
Quartier im Modellversuch
Helleheide ist Teil des Energetischen Nachbarschaftsquartiers ENaQ – einem Modellprojekt, das zeigen soll, wie klimaneutrales Wohnen praktisch funktionieren kann. Dazu gehören Photovoltaikanlagen im Mieterstrommodell, smarte Pfosten zur Energie- und Lichtsteuerung sowie ein modernes Unterflursystem für den Abfall. Das Quartier ist außerdem autoarm geplant, mit vielen Fahrradstellplätzen und kurzen Wegen.
Deutlich wurde an diesem Tag: Technik allein macht noch kein Quartier. Erst im Zusammenspiel mit den Menschen, ihren Ideen und ihrem Miteinander wird Helleheide zu einem Ort, an dem Zukunft erprobt wird – und bereits heute gelebte Nachbarschaft entsteht.
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