Zweite Chance für Toaster,
Lampen und Lieblingsstücke

Zweite Chance für Toaster,
Lampen und Lieblingsstücke
  • 03. September 2026 | Lisa Knoll
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Die Idee eines Repair-Cafés ist einfach: Besucher:innen bringen etwas mit, das nicht mehr richtig funktioniert. Ehrenamtliche Reparateur:innen schauen sich den Gegenstand an, suchen nach dem Fehler und versuchen, ihn zu beheben. Dabei geht es ausdrücklich um Hilfe zur Selbsthilfe. Wer möchte, kann beim Schrauben, Löten, Nähen oder Tüfteln zusehen und selbst mit anpacken.

Gemeinsam reparieren statt wegwerfen

Was repariert werden kann, unterscheidet sich von Standort zu Standort und teilweise auch von Termin zu Termin. Je nachdem, welche Helfer:innen vor Ort sind, reicht das Angebot von Elektro- und Haushaltsgeräten über Computer und Smartphones bis zu Textilien, Fahrrädern oder kleineren mechanischen Gegenständen. Eine Garantie, dass die Reparatur klappt, gibt es nicht. Manchmal ist ein Gerät nicht mehr zu retten oder es wird doch ein (teures) Ersatzteil benötigt. Die gemeinsame Fehlersuche und Reparaturhilfe kostet jedoch nichts. Das macht Repair-Cafés gerade dann interessant, wenn man den Geldbeutel schonen möchte, statt eine Neuanschaffung zu tätigen.

1.900

Reparatur-Initiativen

gibt es aktuell in Deutschland.
Quelle: Netzwerk Reparatur-Initiativen, Stand August 2026

Repair-Cafés in mehreren Stadtteilen

In Oldenburg gibt es mittlerweile verschiedene Anlaufstellen zum gemeinsamen Reparieren. Neun Repair-Cafés sind aktuell auf der Website des Reparaturrats Oldenburg im Stadtgebiet gelistet – von Eversten bis Etzhorn und von Osternburg bis Metjendorf. Hier ein paar Beispiele:

Im Stadtteiltreff Bürgerfelde/Dietrichsfeld (Alexanderstraße 331) findet das Repair-Café am dritten Montag im Monat von 14:30 bis 16:30 Uhr statt. Dort helfen Ehrenamtliche unter anderem beim Reparieren von Elektrogeräten, Fahrrädern und Kleidung.

Im Treffpunkt Gemeinwesenarbeit Bloherfelde/Eversten (Bloherfelder Straße 173) ist das Repair-Café am letzten Donnerstag im Monat von 15:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Hier können unter anderem Elektrogeräte, Computer, Spielzeug und Schmuck repariert werden.

Eine weitere Möglichkeit bietet das Kulturzentrum Rennplatz (Kurlandallee 4). Dort wird jeden vierten Freitag im Monat von 14:00 bis 16:30 Uhr repariert. Parallel gibt es eine Nähwerkstatt und eine Handysprechstunde für Fragen zu Smartphones und Tablets.

Auch Osternburg hat seit kurzem ein Repair-Café. Es findet am ersten Sonntag im Monat von 15:00 bis 17:00 Uhr im Familienzentrum Osternburg/FAZO (Gorch-Fock-Straße 5a) statt. Je nach Termin stehen dort Helfer:innen für Elektrogeräte, Computer und Textilien bereit.

Beim Laden der Google Maps Karte werden Inhalte von Google angefragt.

Nachhaltig, praktisch und nachbarschaftlich

Eine Reparatur kann Geld sparen, weil ein noch brauchbarer Gegenstand nicht sofort ersetzt werden muss. Gleichzeitig landen weniger Dinge im Müll. Vor allem aber muss nicht jede:r selbst wissen, wie man einen Toaster öffnet, eine Naht flickt oder einen Fehler am Laptop findet. Das Wissen bringen die ehrenamtlichen Reparateur:innen mit und geben es gern weiter. Und das nötige Werkzeug gibt es meist auch vor Ort.

24

Prozent

aller defekten Gegenstände in Deutschland werden repariert. Als Grund wurde in einer Befragung unter anderem genannt, dass eine Reparatur zu teuer (77 Prozent) oder zu umständlich wäre (62 Prozent). Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband e. V., Stand November 2024

So werden die Repair-Cafés auch zu Treffpunkten im Stadtteil. Während jemand am Staubsauger schraubt oder nach dem Fehler in einer Lampe sucht, bleibt Zeit für Gespräche und für den einen oder anderen Tipp. Manchmal verlässt ein Gegenstand das Repair-Café wieder voll funktionsfähig. Und selbst wenn das nicht gelingt, weiß man anschließend zumindest, ob sich eine weitere Reparatur noch lohnt.

Die aktuellen Termine und die jeweiligen Reparaturangebote veröffentlicht das Netzwerk der Repair-Cafés Oldenburg online auf https://repaircafes.reparaturrat-oldenburg.de/. Übrigens: Wenn Sie selbst gut im Reparieren von Elektrogeräten, Textilien oder anderen Gebrauchsgegenständen sind, freuen sich die Teams vor Ort immer über Verstärkung! Begabte Hobbyhandwerker:innen sind ebenso willkommen wie Menschen mit handwerklicher oder technischer Ausbildung. 

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