Pelletheizungen als
Brückentechnologie
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Energie

Neue Heizanlage in der Hundsmühlerstraße

  • 14. November 2025 | Tamara Zimdahl
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Wer in der Hundsmühler Straße 98 oder 100 oder im Dachsweg 60 wohnt, heizt bald mit Holz. Die neue Pelletheizung der GSG ENERGIE ersetzt dort die alte gasbetriebene Anlage. Gleich zwei weitere Projekte stehen bereits auf der Agenda.

Pellets riechen ein wenig nach Wald, wenn sie frisch angeliefert werden. Doch der eigentliche Vorteil steckt nicht im Duft, sondern in der Technik: Sie verbrennen klimaneutral, verursachen keine Kosten durch die CO₂-Umlage und hinterlassen am Ende des Jahres kaum Rückstände. Etwa ein Marmeladenglas voll Asche fällt je Tonne verbrannter Holzpellets an.  Die Entsorgung – einfach über den Hausmüll – wird während der regelmäßigen Wartung durch unsere Fachhandwerker:innen erledigt.

Die kleinen Presslinge gelten als klimafreundliche Alternative, weil sie aus Reststoffen der Holzindustrie gewonnen werden – aus Sägespänen und Verschnitt, die ohnehin anfallen. Dafür müssen keine zusätzlichen Bäume gefällt werden. Hinzu kommt: Die GSG ENERGIE setzt ausschließlich auf Pellets aus deutscher Produktion. Kurze Transportwege sichern die Versorgung und die CO₂-Bilanz ist hierdurch deutlich besser als bei fossilem Gas.

Pellets als Übergangslösung

Holzpellets helfen, schnell CO₂ zu vermeiden, ohne hohe Umbaukosten.
Sie sind ein wichtiger Zwischenschritt bis andere Technologien wie Wärmepumpen oder Nahwärmenetze flächendeckend einsetzbar sind.

„Wir wissen, dass Holzpellets nicht die einzige Alternative sind, wenn es um klimafreundliche Wärmeversorgung geht. Aber sie ermöglichen uns, kurzfristig und kostengünstig auf 100% erneuerbare Energien umzustellen“, so Geschäftsführerin Birgitt Schütte. Die Technologie ist einfach umzusetzen und die Anlage stellt wenig Ansprüche an das Gebäude.  Die Umstellung auf Pellets ist also kein Endpunkt, sondern eine praktikable Lösung, um die Energiewende zu meistern. So können wir schnell CO₂ vermeiden und die Kosten niedrig halten.

Was sonst Abfall wäre, wird zum Energieträger: Holzpellets entstehen aus Resten der heimischen Holzindustrie.

Drei Pellets auf einer Handfläche

Für die Bewohner:innen zählt vor allem die Praxis. Die neue Heizungsanlage reagiert schnell auf den Wärmebedarf und läuft zuverlässig. Weil die Verbrennung als klimaneutral gilt, entfällt die CO₂-Umlage in der Nebenkostenabrechnung – und damit ein aktuell schwer einzuschätzender Kostenfaktor. Expert:innen rechnen damit, dass perspektivisch bis zu 300 Euro pro Tonne CO₂ eingespart werden können. „Eine Heizung für alle“ lautet das Prinzip: Eine zentrale Anlage versorgt das ganze Haus, die Kosten werden nach Verbrauch auf die Haushalte verteilt. Die Anlieferung der Pellets wird von der GSG ENERGIE organisiert, die Mieter:innen müssen sich um nichts kümmern. Für sie ändert sich im Alltag also nichts – außer, dass künftig klimafreundlicher geheizt wird.

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Im Aschebehälter werden die Reste aufgefangen – pro Tonne Pellets bleibt kaum mehr als ein Marmeladenglas voll übrig.

Blick nach vorn

Die Hundsmühler Straße ist erst der Anfang. In der Wilhelm-Raabe-Straße wurde aktuell die nächste Anlage in Betrieb genommen, am Stargarder Weg könnte noch in diesem Jahr die dritte folgen. Für die GSG ENERGIE ist der Kurs damit gesetzt: pragmatische Schritte, die sofort Wirkung zeigen, ohne den Blick auf die Zukunft aus den Augen zu verlieren. Pelletheizungen sind in diesem Zusammenhang ein wichtiges Etappenziel – ein Schritt auf dem Weg zu einer Wärmeversorgung, die gleichermaßen bezahlbar und klimafreundlich ist.

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