Bauturbo für Oldenburg
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Bauprojekte

Mehr Tempo beim Wohnungsbau

  • 18. März 2026 | Tamara Zimdahl
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In Oldenburg werden neue Wohnungen dringend gebraucht – doch zwischen Planung und Baubeginn liegen oft Jahre. Mit dem sogenannten Bauturbo will die Bundesregierung solche Verfahren verkürzen. Auch für Projekte in Oldenburg kann das neue Spielräume Möglichkeiten eröffnen.

Steigende Baukosten, teurere Finanzierungen und aufwendige Genehmigungsverfahren setzen viele Projekte unter Druck. Genau hier setzt der sogenannte Bauturbo an. Mit der neuen Regelung sollen Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden, damit neue Wohnungen schneller entstehen können. Städte und Gemeinden erhalten dadurch mehr Spielraum, Bauvorhaben zügiger auf den Weg zu bringen. In bestimmten Fällen kann sogar auf einen Bebauungsplan verzichtet werden. Das spart Zeit, denn solche Verfahren dauern oft mehrere Jahre.

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Was ist der Bauturbo?

Der Bauturbo ist eine neue Regelung im Baugesetzbuch, die seit Oktober 2025 gilt. Sie soll Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen, damit neue Wohnungen schneller entstehen können. Städte und Gemeinden erhalten dadurch mehr Spielraum, Bauvorhaben zügiger auf den Weg zu bringen. In einzelnen Fällen kann sogar auf einen Bebauungsplan verzichtet werden. Das spart Zeit, denn ein solches Verfahren dauert oft mehrere Jahre. Der Bauturbo ist zunächst bis 2030 befristet. Bis 2029 soll überprüft werden, ob dadurch tatsächlich mehr Wohnungen entstehen.

Praxisbeispiel Helleheide

Wie wichtig schnellere Verfahren sind, zeigt sich in Oldenburg unter anderem im Stadtnorden. Auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts entsteht entwickelt die GSG OLDENBURG seit einigen Jahren das neue Quartier Helleheide. Erste Gebäude sind bereits fertiggestellt. Dazu gehören zwei Häuser mit Eigentumswohnungen, ein Neubau mit 34 Wohneinheiten sowie ein modernisiertes Bestandsgebäude mit 31 kleinen Apartments. Die beiden zuletzt genannten Gebäude sind öffentlich gefördert.

In den kommenden Jahren soll das Quartier weiter wachsen. Insgesamt sind rund 300 Wohnungen geplant, die bis 2029 entstehen sollen. Neue gesetzliche Möglichkeiten wie der Bauturbo können dazu beitragen, einzelne Projekte schneller umzusetzen. Gleichzeitig setzt die GSG OLDENBURG auf neue Bauweisen, um Bauzeiten zu verkürzen und Kosten besser kalkulierbarer zu machen. Trotz gestiegener Bau- und Finanzierungskosten bleibt das Ziel klar: Wohnraum soll für breite Schichten der Bevölkerung bezahlbar bleiben.

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Serielles Bauen als neuer Ansatz

Eine wichtige Rolle spielt dabei das serielle Bauen. In Helleheide wird der gesamte zweite Bauabschnitt in dieser Bauweise realisiert. Das passt gut zum Charakter des Quartiers, in dem neue Ansätze im Wohnungsbau erprobt werden.

Beim seriellen Bauen werden viele Bauteile nicht erst auf der Baustelle gefertigt, sondern in Produktionshallen vorgefertigt vorbereitet und später vor Ort montiert. Dazu gehören zum Beispiel Wände, Deckenelemente oder ganze Raummodule wie Badezimmer. Dadurch lassen sich Abläufe besser planen und Bauzeiten deutlich verkürzen. Auch die Kosten können sinken.

IN KÜRZE

Serielles Bauen 

  • Industrielle Vorfertigung ermöglicht eine weitgehend wetterunabhängige Produktion.
  • Viele Arbeitsschritte lassen sich besser planen und Bauzeiten vor Ort verkürzen.
  • Besonders geeignet ist die Bauweise für Projekte mit wiederkehrenden Grundrissen und standardisierten Bauteilen.
  • Je nach Konzept kann serielles Bauen auch zur besseren Kalkulierbarkeit und zu geringeren Kosten beitragen.

Für den nächsten Bauabschnitt liegen bereits erste Gebäudeentwürfe vor. Nun folgen die Ausschreibungen, damit möglichst noch in diesem Jahr passende Partner für die Umsetzung gefunden werden können. Den Auftakt bildet ein Ersatzneubau für die ehemalige Halle 145. Die frühere Fahrzeughalle musste wegen Schadstoffbelastungen abgerissen werden. An ihrer Stelle entsteht ein neues Wohngebäude mit insgesamt 37 Wohnungen, davon 23 öffentlich gefördert. Geplant sind Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern sowie drei Gewerbeeinheiten. Noch in diesem Jahr sollen die vorbereitenden Arbeiten beginnen.

Der Bauturbo allein wird den Wohnungsmangel wahrscheinlich nicht lösen. Baukosten, Finanzierung und Förderprogramme bleiben entscheidende Faktoren. Trotzdem können schnellere Verfahren und effizientere Bauweisen helfen, Hürden abzubauen. Wenn Planungen zügiger vorankommen und neue Bauverfahren genutzt werden, können Projekte früher starten – und dringend benötigte Wohnungen schneller entstehen.

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