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Präzisions-Solarprognosen: Eye2Sky-Station auf Quartiersgarage installiert

  • 17. September 2024 | Tamara Zimdahl
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Ein europaweites Pionierprojekt im Nordwesten Deutschlands: Zwischen Oldenburg, der Nordseeküste und der niederländischen Grenze testet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das innovative Projekt Eye2Sky. Ein dichtes Netzwerk von Wolkenkameras soll die Solarleistung in der Region kurzfristiger und präziser als bislang vorhersagen und somit unter anderem die Netzstabilität verbessern. Eine dieser Stationen wurde im Quartier Helleheide installiert, ein lebendiges Labor für nachhaltige und innovative Stadtentwicklung.

Die Eye2Sky-Stationen nutzen Fischaugenobjektive, die den Himmel in einem 360-Grad-Winkel und einem Radius von rund vier Kilometern erfassen. Alle 30 Sekunden senden sie ein hoch aufgelöstes Bild an einen zentralen Großrechner. Diese hohe Frequenz und räumliche Auflösung ermöglichen eine nahezu Echtzeit-Analyse der Wolkenbewegungen und ihrer Auswirkungen auf die Sonneneinstrahlung. Im Vergleich zu herkömmlichen Satellitenbildern bieten diese Kameras eine wesentlich genauere Darstellung der Wolkenformationen und ihrer Dynamik.

Ein dichtes Netz aus 30 Stationen

Aktuell umfasst das Eye2Sky-Messnetzwerk 30 Stationen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Oldenburg gelegt wird. Durch die Überlappung der Kamerabilder kann nicht nur die Position der Wolken, sondern auch ihre Höhe geometrisch bestimmt werden. Diese präzisen Daten sind entscheidend für eine genauere Vorhersage der Verschattung durch Wolken und somit für die Steuerung und Stabilisierung des Stromnetzes.

Wolkenkamera der Eye2Sky-Station: Mit Fischaugenobjektiv und eigenem Lüftungs- und Heizsystem für optimale Aufnahmen des Himmels.

Ein Wettermessgerät steht neben Photovoltaikanlagen, in der Ferne sieht man unbebautes Land

Von der Theorie zur Praxis

Thomas Schmidt, Projektleiter des Eye2Sky-Netzwerks, erläutert die praktischen Anwendungen: „Mit Eye2Sky können wir präziser als bislang vorhersagen, wann und wo Solarenergie erzeugt wird. Denn der verstärkte Ausbau der Photovoltaik erhöht die Notwendigkeit für genauere Prognosen der solaren Stromeinspeisung. Das ist besonders wichtig für Netzbetreiber, die das Einspeise- und Speichermanagement optimieren müssen und für Stromhändler, die korrekte Strommengen anbieten und einkaufen müssen.“ Zusätzlich zu den Wolkenkameras sind einige Stationen, wie die Station auf der Quartiersgarage, mit weiteren meteorologischen Instrumenten ausgestattet, die beispielsweise die direkte und diffuse Sonneneinstrahlung oder die Lufttemperatur messen.

WEITERE INFORMATIONEN

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist das nationale Zentrum für Luft- und Raumfahrtforschung in Deutschland. Es führt Forschung und Entwicklung in den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr durch. Das DLR setzt sich für innovative Technologien und Lösungen zur Verbesserung der Lebensqualität und zum Schutz der Umwelt ein.

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V.

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