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Kooperation | Kultur

Das Kulturfestival bloherfel.de

  • 15. September 2026 | Lisa Knoll
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Konzerte, Mitmach-Aktionen, Ausstellungen und Workshops: Beim kostenfreien Kulturfestival „bloherfel.de“ wird der Stadtteil selbst zum Veranstaltungsort. Das Programm verteilt sich auf mehrere Orte entlang der Bloherfelder Straße. Festivalleiter Michael Uhl gibt einen Blick hinter die Kulissen und verrät, worauf sich die Besuchenden freuen können.

Vom 18. bis zum 20. September 2026 findet zum vierten Mal das Kulturfestival „bloherfel.de“ statt. Live-Konzerte, Ausstellungen, Workshops und Mitmach-Aktionen sorgen für ein vielfältiges Angebot für alle Altersgruppen. Hinter dem Festival steht die „Kulturplattform bloherfel.de“, ein Netzwerk von Künstler:innen, die in Bloherfelde leben und arbeiten. Unter der Trägerschaft des Bürgervereins Bloherfelde organisieren sie seit 2023 das Festival und weitere Kulturveranstaltungen im Stadtteil.

Die Bloherfelder Straße als Begegnungsort

Für das „Bloherfel.de“-Festival werden bekannte Orte entlang der Bloherfelder Straße, wie der Marktplatz, die Kinder- und Jugendfreizeitstätte Offene Tür Bloherfelde und die Gaststätte Zum Lindenhof genutzt – eine bewusste Entscheidung des Organisationsteams: „Wir möchten diese oft als Trennung empfundene Straße spielerisch überwinden und anders nutzen als im Alltag: nicht als viel frequentierten Verkehrsweg, sondern als Ort der Begegnung“, erklärt Festivalleiter Michael Uhl.

Theaterregisseur Uhl übernimmt die Programmgestaltung zusammen mit der Bühnenbildnerin Britta Langanke und einem Kreis aus etwa fünf bis sieben weiteren Künstler:innen aus dem Stadtteil. Die „Kulturplattform bloherfel.de“ hat ihren Ursprung in der Corona-Zeit. „Damals haben wir ein interaktives Theaterhörspiel entwickelt und dafür viele Interviews im Stadtteil geführt. Bloherfelde ist so zur Bühne des Stücks geworden“, erinnert sich Michael Uhl. Die Rückmeldungen waren sehr zahlreich und positiv, dass man fortan ein dauerhaftes kreatives Netzwerk im Stadtteil schaffen wollte. Nach und nach kamen Kreative unterschiedlicher Disziplinen zusammen, schließlich entstand die Idee eines mehrtägigen Festivals. 2026 findet es schon zum vierten Mal statt. Bis zu 1.000 Gäste kommen jedes Jahr, schätzt Uhl. Ein toller Erfolg, der zeigt, wie gut das Angebot im Stadtteil ankommt.

Das Organisationsteam des „Bloherfel.de“-Festivals rund um Michael Uhl (vorne links) und Britta Langanke (hintere Reihe, vierte von links)

Musikprogramm: von Klassik bis Karaoke

Ein großer Programmpunkt sind die zahlreichen Musikangebote. Am Freitag eröffnet das „Gipfeltreffen of Liedermaching“ in der Schmiede das Festival. Sechs Musikerinnen und Musiker aus der Oldenburger Szene werden in verschiedenen Konstellationen eigene Songs spielen. Es folgt ein klassisches Late-Night-Konzert in der Evangelischen Kirche.

Am Samstag lockt ein Konzertabend mit Funk & Soul, Rock und tanzbaren Live-Beats in den Lindenhof, am Sonntagmorgen geht es hier mit einem Jazzfrühschoppen weiter. Den musikalischen Abschluss bilden Rudelsingen und Massenkaraoke auf dem Bloherfelder Marktplatz.

2 Kulturfestival 2024 c Tobias Frick

Mitmach-Aktionen: miteinander essen, trinken und plaudern

Eine besondere Aktion für die Anwohner:innen im Stadtteil soll zusätzlich Begegnungen ermöglichen: „Es gibt hier zu wenig öffentliche Sitzmöglichkeiten, um zu verweilen und einander zu begegnen“, erklärt Michael Uhl. „Mit unserer Aktion ‚Bänke für Bloherfelde‘ wollen wir das zumindest für ein Wochenende ändern.“ Wer entlang der Bloherfelder Straße wohnt und sich an der Aktion beteiligen möchte, wird gebeten, während der Festivaltage eine Sitzmöglichkeit vor die Tür zu stellen.

Auch das große „Bankett für Alle“ auf dem Bloherfelder Marktplatz stärkt das Miteinander im Viertel:  „Alle bringen etwas zum Essen und Trinken mit und teilen es entlang einer langen Tafel“, erklärt Michael Uhl. „So kommen die Leute miteinander ins Gespräch, tauschen sich aus und entdecken auch in kulinarischer Hinsicht Neues.“

Kostenfreier Eintritt dank Spenden

Das Festivalteam arbeitet nach dem Motto: „Alle geben, was sie können.“ Der Zugang zu den Veranstaltungen ist deshalb grundsätzlich kostenlos. „Wir möchten sicherstellen, dass ein Eintrittsgeld keine Hürde für die Menschen darstellt und jeder und jede vorbeischauen kann“, betont Michael Uhl. Freiwillige Spenden sind aber ausdrücklich erwünscht, denn sie helfen dabei, das Programm auch fürs kommende Jahr zu finanzieren. Außerdem hat das Festival unter den im Stadtteil ansässigen Unternehmen viele treue Unterstützer gefunden. Auch die GSG OLDENBURG fördert das Festival seit 2024. „Es freut uns sehr, dass die GSG nicht nur als Vermieterin im Stadtteil präsent ist, sondern auch einen Schritt weiterdenkt, und kulturelle Veranstaltungen direkt vor der Haustür ihrer Mieterinnen und Mieter unterstützt.“

Der Kunst- und Kulturort Schmiede

Übrigens: Seit September 2025 hat „bloherfel.de“ auch außerhalb des Festivals einen eigenen Kunst- und Kulturort. Die Schmiede an der Bloherfelder Straße 200 war früher eine Metallwerkstatt und versorgte den Stadtteil ab 1919 mit Strom. Heute finden dort regelmäßig Ausstellungen und Konzerte statt. „Wir öffnen freitagabends und sonntagnachmittags, einmal im Monat finden auch Konzerte statt“, berichtet Michael Uhl. Außerdem können Theaterinteressierte sich für die „Theaterwerkstatt“ in der Offenen Tür Bloherfelde melden. „Die neue Spielzeit hat schon begonnen, aber wer sich schnell entscheidet, kann noch einsteigen“, ermuntert Michael Uhl.

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Programm & mehr

Weitere Informationen rund um das „bloherfel.de“-Festival, die Theaterwerkstatt und alle Angebote in der Schmiede gibt es unter bloherfel.de und @bloherfel.de bei Instagram.

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