Ehemalige Kirche mit neuer Aufgabe

Nordwest-Zeitung, Sylvia Kasmann,22. November 2009

UMBAU

Kulturzentrum Rennplatz weiht neue Räume im früheren Gottshaus ein

 OHMSTEDE - Die ehemalige lettische Kirche an der Kurlandallee 4 hat dieses Jahr eine große Veränderung erlebt. Seit Mai wurde sie für die Zwecke des Kulturzentrums Rennplatz umgebaut und an diesem Freitag feierlich eingeweiht. „Wir freuen uns sehr, denn der Raum der ehemaligen Kirche eröffnet unserer Arbeit mehr Möglichkeiten“, erzählte Claudia Buchner, Leiterin des Kulturzentrums Rennplatz den geladenen Gästen, zu denen u.a. Vertreter der Stadt, der GSG und Mitarbeiter des Kulturzentrums gehörten.

1964 wurde mit dem Bau der Kirche und der angrenzenden Räume das lettische Kulturzentrum für die vielen lettischen Einwanderer, die nach dem zweiten Weltkrieg nach Ohmstede kamen, begonnen. 1978 ging das Kulturzentrum in die Trägerschaft der evangelische Gemeinde Ohmstede über und wurde in Kulturzentrum Rennplatz umbenannt. „Die GSG und die Stadt Oldenburg wurden dann 1999 die neuen Träger“, berichtete Stefan Könner, Geschäftsführer der GSG. Thomas Vossenberg, der damalige Leiter des Kulturzentrums Rennplatz, hatte 2005 die Idee, den Gottesdienstraum der lettischen Kirche, die nur noch wenige Mitglieder zählte, zu einem weiteren Raum des Kulturzentrums umzubauen. „Es fehlte ein großer Begegnungsraum, die lettische Kirche war dafür perfekt geeignet“, sagte Klaus Kieckbusch, Leiter der Gemeinwesenarbeit Oldenburg. Einmal im Monat fanden in der lettischen Kirche bis Mai 2009 Gottesdienste statt, das Kulturzentrum hat die Räumlichkeiten bis zu diesem Zeitpunkt nur für die Lebensmittelausgabe der Oldenburger Tafel genutzt. „Es war keine leichte Entscheidung, die Kirche umzubauen, doch glücklicher Weise wurden die Mitglieder der lettischen Gemeinde in die evangelische Kirche Ohmstede aufgenommen“, freute sich Buchner. „Gemeinwesenarbeit trägt dazu bei, den Problemen in sozialen Brennpunkten zu begegnen“, sagte Bürgermeisterin Rita Schilling, die Buchner symbolisch den Schlüssel überreichte. „Um dieses Ziel umsetzten zu können, braucht es viele Räume.“
Das Kulturzentrum bietet ein großes Programm für Jung und Alt, durch die neuen Räumlichkeiten kann dieses nun erweitert werden.